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    - Webdesign ist zwar nicht unbedingt teuer, doch es geht auch billig. ... Dies gilt besonders für die Rubriken Webdesign, Webmaster und CSS. ...
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    Das Internet barrierefrei gestalten!
    Wenn an Barrierefreiheit gedacht wird, dann z.B. an Alternativtexte für Grafiken. Aber was helfen solche Texte, wenn die Zugangspfade oder die [intern] Navigation der Website für bestimmte Zugangsmethoden nicht benutzt werden können? Barrierefreies Webdesign umfasst nicht nur einzelne technische Details in der Programmierung, sondern muss als Konzept aufgefasst werden, das das gesamte Informationssystem zugänglich gestalten lässt.
    Eine häufige Barriere auf Websites ist die fehlende Geräteunabhängigkeit. Beispielsweise wird oft vorausgesetzt, dass jeder Besucher eine Maus benutzt. Erfahrene Computer-Nutzer kennen das: die Vorteile der Tastatur- gegenüber der Mausbedienung liegen in der Schnelligkeit, aber Menschen, die eine Maus nicht zur Verfügung haben oder nicht bedienen können, werden auf einer Website, die mit der Tastatur nicht bedienbar ist, nicht sehr weit kommen. Ähnliches gilt für das Lesen von Informationen: Alternativ zum Monitor stehen nicht nur der Drucker zur Verfügung, sondern ebenso Sound, kleine Displays oder Braille-Zeile.
    Wenn Gestalter und Programmierer verstanden haben, dass nicht jeder Besucher ein "Durchschnitts-Surfer" ist, dass Barrierefreiheit auch erhöhte Flexibilität bedeutet und dass der demografische Faktor ein wesentlicher wirtschaftlicher Aspekt der Gestaltung von Websites ist, dann kann der Prozess der Umgestaltung beginnen. Mit der Zielsetzung, die Gebrauchstauglichkeit eines Informationssystems zu erhöhen, erzeugt man nutzerfreundliche Oberflächen, die unter den diversen Umständen, in denen sich der Nutzer befindet, und mit den unterschiedlichen Fähigkeiten, die er mitbringt, bedient werden kann. Die technischen Aspekte der Barrierefreiheit sind dabei ebenso eine Voraussetzung.

    Bedingungen der Barrierefreien Informationsquellen:

  • Für jeden Audio- oder visuellen Inhalt sind geeignete äquivalente Inhalte bereitzustellen, die den gleichen Zweck oder die gleiche Funktion wie der originäre Inhalt erfüllen.
  • Texte und Graphiken müssen auch dann verständlich sein, wenn sie ohne Farbe betrachtet werden.
  • Markup-Sprachen (insbesondere HTML) und Stylesheets sind entsprechend ihrer Spezifikationen und formalen Definitionen zu verwenden.
  • Sprachliche Besonderheiten wie Wechsel der Sprache oder Abkürzungen sind erkennbar zu machen.
  • Tabellen sind mittels der vorgesehenen Elemente der verwendeten Markup-Sprache zu beschreiben und in der Regel nur zur Darstellung tabellarischer Daten zu verwenden.
  • Internetangebote müssen auch dann nutzbar sein, wenn der verwendete Benutzeragent neuere Technologien nicht unterstützt oder diese deaktiviert sind.
  • Zeitgesteuerte Änderungen des Inhalts müssen durch die Nutzerin, den Nutzer kontrollierbar sein.
  • Die direkte Zugänglichkeit der in Internetangeboten eingebetteten Benutzerschnittstellen ist sicherzustellen.
  • Internetangebote sind so zu gestalten, dass Funktionen unabhängig vom Eingabegerät oder Ausgabegerät nutzbar sind.
  • Die Verwendbarkeit von nicht mehr dem jeweils aktuellen Stand der Technik entsprechenden assistiven Technologien und Browsern ist sicherzustellen, so weit der hiermit verbundene Aufwand nicht unverhältnismäßig ist.
  • Die zur Erstellung des Internetangebots verwendeten Technologien sollen öffentlich zugänglich und vollständig dokumentiert sein, wie z.B. die vom World Wide Web Consortium entwickelten Technologien.
  • Der Nutzerin, dem Nutzer sind Informationen zum Kontext und zur Orientierung bereitzustellen.
  • Navigationsmechanismen sind übersichtlich und schlüssig zu gestalten.
  • Das allgemeine Verständnis der angebotenen Inhalte ist durch angemessene Maßnahmen zu fördern.